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«10vor10» zum Zulassungsverfahren, u.a. mit FASMED-Generalsekretär Melchior Buchs.
Selbstversorgungs-Qualität erhöhen und Kosten senken
Fünf Hersteller gründen FASMED-Arbeitsgruppe "Diabetes Selbstmanagement"
Bern, 29.9. 2011 – Fünf Blutzuckermessstreifen-Hersteller haben die Arbeitsgruppe „Diabetes Selbstmanagement“ innerhalb des Medtech-Dachverbandes FASMED gebildet. Ziel ist, Menschen mit Diabetes trotz Sparmassnahmen im Gesundheitswesen weiterhin in ihrer täglichen Selbstversorgung aktiv zu unterstützen und den Zugang zu innovativen Produkten sicherzustellen. Mit einem effektiven Diabetes-Selbstmanagement lassen sich die Kosten dieser chronischen Krankheit und ihrer Folgeschäden um über 250 Millionen Franken senken.
Schätzungsweise 350‘000 Menschen mit Diabetes zählt die Schweiz heute. Pro Jahr kommen mehrere Tausend neue Fälle dazu. Die meisten Diabetiker bestimmen regelmässig selbständig ihre Blutzuckerwerte, was sie befähigt, ihre Erkrankung richtig einzuschätzen und eigenständig zu behandeln. Das Diabetes Selbstmanagement ist somit wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Therapie. Um hier weiterhin Unterstützung zu gewährleisten, haben fünf FASMED-Mitglieder diesen Sommer eine Arbeitsgruppe gebildet. Ziel der Blutzuckermessstreifen- und -geräte-Hersteller Abbott AG, Bayer (Schweiz) AG, Cilag GmbH International (Lifescan), Roche Diagnostics (Schweiz) AG und Ypsomed AG ist, zusammen mit ihren Kunden und Partnern die Versorgungs-Qualität in der Schweiz sicherzustellen, die Diabetes-Prävention zu fördern und das nationale Gesundheitswesen zu entlasten.
So sind regelmässige Blutzuckermessungen kosteneffizient, wenn die Betroffenen genügend geschult sind, um aus ihren Werten die richtigen Schlüsse zu ziehen und Massnahmen zu treffen. Dies belegt unter anderem eine mehrjährige grosse Studie mit über 3000 Diabetikern (Typ 2) in Deutschland. Danach konnten die jährlichen Behandlungskosten mit dem Einsatz innovativer Produkte und Therapien um bis zu 30 Prozent reduziert werden. Daraus lassen sich für die Schweiz Einsparungen von über CHF 250 Millionen ableiten.
Zuzahlungen für Teststreifen gefährden notwendige Blutzucker-Kontrollen
Im Zuge der laufenden Sparmassnahmen im Gesundheitswesen wird die Sicherstellung einer bedürfnisorientierten und qualitativ hohen Versorgung zunehmend schwierig: Innerhalb der letzten beiden Jahre wurde die Krankenkassen-Vergütung für Blutzucker-Teststreifen um rund 30 Prozent reduziert. In der Folge müssen Diabetiker beim Bezug der Teststreifen teilweise Zuzahlungen leisten. Patienten, die dadurch eine hohe finanzielle Zusatzbelastung haben, hören erwiesenermassen mit der Messung ihrer Blutzuckerwerte auf und brechen die Therapie in der Regel ab.
Dass Betroffene weiterhin freien Zugang zu hochwertigen Leistungen erhalten, richtig damit umzugehen lernen und dabei in ihrer Eigenverantwortung gestärkt werden, dafür setzen sich die fünf Hersteller mit einem umfassenden Leistungspaket ein:
- Schulungen zur Stärkung der Selbstkontrolle
Erst mit dem entsprechenden Wissen und Können ist ein Mensch mit Diabetes in der Lage, seine Blutzuckerwerte korrekt zu interpretieren und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Für eine erfolgreiche Selbstkontrolle bieten die Mitglieder der Arbeitsgruppe Betroffenen Schulungsmaterial sowie motivationsfördernde Unterlagen an und stellen dem medizinischen Fachpersonal hochwertige Diabetes-Broschüren für ihre Patienten kostenfrei zur Verfügung. Auch Fortbildungskurse für das Fachpersonal gehören zum Angebot der Hersteller.
- Zugang zu international anerkannter und innovativer Medizin
Dank intensiver Forschung und Entwicklung über die letzten Jahrzehnte hat sich die Blutzucker-Selbstkontrolle zum unauffälligen Begleiter eines Diabetikers im Alltag etabliert. So konnte z.B. die benötige Blutmenge über die letzten 30 Jahre um ein Vielfaches verringert werden, was die täglichen Kontrollen markant vereinfacht und mehr Betroffenen zugänglich macht. Hier entwickeln die Hersteller laufend innovative Produkte und Lösungen zur steten Verbesserung der Diabetes-Behandlung. Weiter unterstützt die Arbeitsgruppe die Umsetzung national und international anerkannter Therapie-Leitlinien massgebender Organisationen (wie der Schweizerischen Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie, SGED-SSED, der European Association for the Study of Diabetes, EASD, und der International Diabetes Federation, IDF). Zudem fördern die Mitgliedsunternehmen eine leitlinien- und bedarfsgerechte Versorgung mit Medikamenten und Medizinprodukten.
- Information und Service
Für die prompte Erledigung von Kundenanfragen, beispielsweise zur technischen Handhabung der Produkte, stellen die fünf Unternehmen jeweils eine kostenlose, dreisprachige telefonische Hotline zur Verfügung. Geschulte Produktspezialisten und Aussendienstmitarbeiter stellen die korrekte Anwendung sicher. Ausserdem unterhalten die Hersteller ein weltweites Qualitäts-Management-System mit einer lückenlosen Dokumentation aller Meldungen zu den Produktleistungen.
- Prävalenz, Prävention und Screening
Ehe die Erkrankung „Diabetes" beim Typ2-Patienten diagnostiziert wird, vergehen auch heute immer noch durchschnittlich fünf bis sieben Jahre. Bis dahin haben sich meist Folgeerkrankungen, beispielsweise Gefässschäden, eingestellt. Deshalb unterstützt die Arbeitsgruppe verschiedene Präventions-Projekte und Screening-Aktionen. Weiter fordert sie die Erstellung einer Schweizer Diabetes-Prävalenz-Studie, um die detaillierten Auswirkungen von Diabetes auf das nationale Gesundheitssystem besser erfassen zu können.
Im Dialog mit Schweizer Diabetologie-Akteuren
Die Aufwendungen für diese wichtigen Zusatzleistungen (durch die Hersteller) lassen sich bereits jetzt nicht mehr über die Produktpreise decken. Damit werden Information und Support von Patienten sowie Fachpersonen und innovative Lösungen für bisher nicht genügend betreute Diabetiker in Frage gestellt. Um zu diesen und anderen Themen gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, tauschen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe regelmässig mit allen in der Schweizer Diabetologie involvierten Akteuren aus. Darüber hinaus engagieren sich die internationalen Mitgliedfirmen für zahlreiche inländische Diabetes-Projekte. Sie setzen ihre Aktivitäten gemäss dem FASMED-Code of Business Conduct um.
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Für Rückfragen:
Dr. Melchior Buchs
Generalsekretär FASMED
Tel. 079 415 88 28
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Über FASMED
Ziel des Dachverbands der Schweizerischen Medizintechnik ist die Förderung einer qualitativ hochstehenden, wirtschaftlichen und sozialverträglichen medizinischen Versorgung. Zusammen mit seinen fünf Sektionen vertritt FASMED aktiv die Interessen und Belange seiner zurzeit rund 250 Mitglieder: Damit sich die Medtech-Firmen optimal entfalten und ihren Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten können, setzt sich der Verband für den Erhalt und die Förderung marktwirtschaftlicher Strukturen im Schweizer Gesundheitswesen ein. Unter anderem informiert und berät er in fachspezifischen, wirtschaftspolitischen sowie juristischen Fragen. Dazu pflegt FASMED gezielte Kontakte zu den politischen Behörden, zur Verwaltung und zu den Partnern wie Ärzten, Spitälern und Krankenkassen im Inland.


